Traumatologie – iEMDR

Integrating Eye Movement Desensitization Reprocessing
Generale
Heutzutage ist der Begriff >Trauma< in aller Munde. Ob es sich um Bewegungen handelt, wie z. B. „ME TOO“ oder Missbrauchs-Tatbestände, die Jungen oder Nonnen traumatisieren oder Dramen, die sich in der Heimat von Flüchtlingen abspielen, Kriegsszenarien, oder, oder … Die Liste der Tatbestände, mit denen wir selbst traumatisieren oder traumatisiert werden, ist lang.

Traumata sind für uns wichtige Erfahrungen. In jeder Hinsicht: Positiv, wie auch Negativ!
Was ist ein Trauma?
Wir erleben im Laufe unseres Lebens immer wieder Traumen. Jemand aus unserem Umfeld erleidet einen Unfall, wir gewinnen in einer Lotterie, jemand schlägt uns … unendlich viele Begebenheiten, die uns meist auf dem falschen Fuss erwischen. Unerwartet, die Dimension unseres Erfassens überschreitend, starke Emotionen auslösend.

Allen Erlebnissen ist, egal um was es sich im Einzelfall handelt, gemeinsam, dass wir das Erlebte nicht verarbeiten können. Das Geschehen kann weder in verdauliche Einzelportionen „zerlegt“ werden, noch können wir das Geschehen begreifen! Begreifen geht viel tiefer, als verstehen. Oft verstehen wir etwas, aber wir können es nicht begreifen!

Wir verstehen, dass es brandgefährlich ist, mit Flip-Flops in einer Schlucht herum zu kraxeln, deren Felsstrukturen durch die Gischt des Flusses im Tal zudem auch noch nass sind. Dennoch begreifen wir es nicht, wenn der leichtsinnige Kletterer dann in die Tiefe stürzt! Weil wir etwas Anderes erhofft und erwartet haben.

Eine wichtige Rolle spielt, wie wir und mit welchen Sinnen wir etwas erleben.

Lesen wir in der Zeitung von einem Unfall, ist das Geschehen schnell verarbeitet und vergessen.

Ist ein Foto angefügt, wird das schon etwas schwieriger. Ist ein Bekannter von uns beteiligt, wird das, je nach Beziehungsgrad schwierig! Der Beziehungs-Grad bestimmt den Traumatisierungs-Grad, so die Bedingung.
Was passiert in/durch ein(em) Trauma?
Wenn wir etwas erleben, das ausserhalb unseres Erlebnis-Horizontes abspielt, macht unser Gehirn erst einmal „Dicht“!

Eine Funktion, die sehr wohl einen sehr hohen Sinn macht: Eben SCHUTZ ! Sonst würden wir einfach „krepieren“, wenn wir, z. B. in Hiroshima stünden oder beobachten müssten, wie einem Menschen der Kopf abgeschnitten wurde.

Dieses „Dicht-Machen“ ermöglicht unserem System, alle physischen und psychischen Grenzen zu überwinden und Leistungen zu vollbringen, die übermenschlich, also der Vernunft, der Ratio, entzogen sind.

Was in solchen Momenten abläuft, mag sich jeder Vorstellung entziehen.
Was passiert mit mir, wenn Traumatisierung geschieht?
Die Auswirkungen eines Traumas, das nicht verarbeitet werden kann, sind ganz unterschiedlich. In jedem Fall findet aber eine Veränderung des Verhaltens statt. Dies kann ganz individuell erfolgen:

  • Schlafstörungen
  • Apnoe
  • Schlaflosigkeit
  • Vereinsamung
  • Appetit
  • Organische Dysfunktionen
  • Burn-Out
  • Aggressivität
  • Intoleranz
  • Gewaltfantasien
  • Lern-Blockaden
  • Sozialisations-Blockaden
  • Integrations-Blockaden

Diese Liste lässt sich beliebig erweitern!

Leider ist es oft schwierig, einen funktionalen und ursächlichen Zusammenhang mit den erlebten Traumatisierungen, oft Poly-Traumatisierungen, zu erkennen. Poly-Traumatisierungen gibt es oft bei Flüchtlingen, die aus Kriegsgebieten kommen (Stichworte: Syrien, IS …)!

Es wird ja allermeist eine konkrete, gesund funktionierende Ratio, also eine logische Vernunft und Objektivität, bei den Gegenübern unterstellt.

Fremde kulturelle Einflüsse, anders geartete Sozialisation(en) und uns nicht sofort erschließbare Werte-Systeme kommen hinzu und erschweren das Erkennen einer Traumatisierung zusätzlich.

Je nach Bildungs- und Erfahrungspotential des betreuenden Personals können durch unsachgemässe, unangemessene oder kontraproduktive Behandlung und Interaktionen weitere Traumen entstehen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr anders die Welt nach einem Trauma aussieht und wie sehr dieses Geschehen einen selbst verändert! Genau diese Erfahrungen haben mich dazu gebracht, mich grundlegend mit diesem Thema zu befassen!

Grundlagen der Trauma-Begleitung

Was weist auf ein erlittenes Trauma hin?
Menschen, die begleitend und verantwortlich begleiten, müssen dafür ausgebildet sein, Traumata erkennen und aufdecken zu können.

Traumatisierte Menschen neigen generell dazu, schreckliche Erlebnisse zu überspielen, zu verdrängen, zu relativieren, völlig auszublenden. Auch hier sehr facettenreich.

Man braucht also Beobachtungs-Parameter, die auf Traumatisierungen schließen lassen.

Solche Parameter sind u. a. und nur beispielhaft:

  • Depressives Verhalten (z. B.: Kinder spielen und toben nicht, grenzen sich ab, sondern sich ab …)
  • Häufige und/oder atypische Verletzungen
  • Soziale Abstinenz
  • Ausgrenzung, Absonderung …
  • Harte Vorurteile, Ablehnung anderer …
  • Clan-Bildung / -Zugehörigkeit
  • Hyperaktivität
  • Schlafstörungen
  • Essstörungen
  • Unangepasst hohes Misstrauen
  • Kommunikations-Probleme
  • Verwahrlosung (in jeder Hinsicht)
  • Überbetonungen (in jeder Hinsicht)
  • Übertriebene Religiosität
  • Drogen

Grundlagen der Trauma-Begleitung

Klassische Therapien
Klassisch werden solche Verhaltensveränderungen mit bekannten Therapien behandelt:

  • Verhaltenstherapie
  • Gesprächstherapie
  • Gestalttherapie
Diese Therapien sind meist sehr langwierig und können vom Patienten wegen des erlittenen Traumas nur sehr schwer in ihr Leben eingebaut werden. Das wird ja gerade durch die entstanden Blockaden verhindert! Allzu oft ein wahrer Teufelskreis!

Hinzu kommt der finanzielle Aspekt. Diese Therapien sind wegen ihrer langen Dauer leider auch teuer! iEMDR kommt i. d. R. mit wenigen Sitzungen aus.
Vertrauens-Atmosphäre
Das (gegenseitige) Vertrauen des Patienten und Therapeuten ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Intervention und Arbeit.

Unabdingbar ist die Beschäftigung mit den Inhalten eines traumatisierenden Geschehens, da sonst kaum „echtes“ Verständnis für das Geschehen vermittelt werden kann. Wie soll z.B. nachvollzogen werden können, was in einem Jungen vor sich geht, wenn wir uns nicht mindestens vorgestellt haben, was alleine an Handlung vonnöten ist, um einen Missbrauch zu begehen! Was musste der Junge an Handlungen (im reinen Wortsinn) leisten, was könnte gesprochen worden sein, was musste der Junge an sich dulden und erdulden, über sich ergehen lassen? Die Peinlichkeit ist geradezu greifbar in einem solchen Fall!
Wie wird mit iEMDR therapiert?
  • Wir explorieren das Trauma also sehr genau und messen dabei die emotionale Belastung (Selbsteinschätzung des Patienten, über kinesiologische Tests …). Oft ist das mühsam, insbesondere bei Kindern. Das Trauma-Geschehen wird noch einmal sehr lebendig, weil Details herausgearbeitet werden und deren Wahrnehmung genau hinterfragt werden müssen (z. B.: siehst du das Geschehen als Bild oder als Film? Schwarz-Weiss oder Farbe? …). Der Wahrheitsgrad der Schilderung kann so ebenfalls verifiziert werden.
  • Selbstbestimmte Veränderungswürdigkeit im Erleben des Patienten („On-Board-Feeling“, Vertrauen, Los-Lassen-Können/Wollen)
  • Eigentliche Therapie, die die Verarbeitung des Erlebten in der REM-Phase des Schlafes simuliert – besser gesagt: nachbildet.
  • Erneute Selbsteinschätzung durch den Patienten. Bei noch zu hoher Belastung wird die Prozedur wiederholt.
  • Wir geben dann über dieses Verfahren dann einen Glaubenssatz ein, der es ermöglicht, die „erlösenden Momente“ der Therapie zu verfestigen und eine neue Ausrichtung überhaupt zu ermöglichen.
  • Das unterscheidet massgeblich von den Standardverfahren.

Beispiel: Patient hat eine Enthauptung erleben müssen. Hier geht es um existentielle Angst: iEMDR à  Z.B.: „Ich bin in perfekter Sicherheit!“!

Erst dann, wenn kein „Stress“ mehr auf dem Erlebten zu messen ist, ist eine Heilung für das Thema erfolgt!

Es erfolgt dann ein Test, ob weitere Traumata vorhanden sind und zu den beobachteten Beeinträchtigungen führen.

Wie geschieht also Integration methodisch?
Problemfokussierter Ansatz, EMDR nach Francine Shapiro.
Von Dr. lnge Grell & Renate Menz, weiterführend durch Bernhard Tewes und Dr. Rolf F. Schell, mit lösungsorientierten Ansätzen ergänzt:

  • Neuro Linguistisches Programmieren (NLP)
  • Neuro Imaginativem Gestalten (NIG)
  • Formaler Spiritueller Therapie (FST)
  • Systemischer Strukturaufstellung (Syst)
  • Kreativer Ressourcen Einwebtechnik (KRET)
  • Neuro-Kinesiologische Elemente
Was muss ich tun, um mit iEMDR therapiert werden zu können?
  • Benutzen Sie das Kontaktformular auf dieser Web-Site.
  • Rufen Sie eine der Praxen Schell an. Die Rufnummern finden Sie ebenfalls hier auf der Web-Site. Hinterlassen Sie ggf. Ihre Rufnummer, Ihr Anliegen und Ihren Namen auf der Mailbox! Sie werden schnellstmöglich zurückgerufen!

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